Kontaktformular Beruf Trader
Im Normalfall geht der angehende Trader in eine Buchhandlung oder recherchiert im Internet nach geeigneter Fachliteratur und ersteht so die einschlägig bekannten Publikationen.Er glaubt, die Spekulation erlernt man auf dieselbe Art wie etwa Buchhaltung oder Controlling doch leider ist diese Herangehensweise vollkommen falsch.
Beim Trading geht es weniger um die Aufnahme von Fachwissen sondern darum, sich selbst unter Kontrolle zu haben.
Der angehende Trader ist sich dessen jedoch nicht bewusst und tritt daher mit einer ganz falschen Vorstellung an dieses Vorhaben heran.
Hat er dann die ersten Bücher verschlungen, glaubt er bereits alles über die Märkte zu wissen und beginnt, wie wild drauf los zu spekulieren.
Im ersten Trade hat man vielleicht noch Glück doch im zweiten und dritten geht mangels Risikokontrolle alles schief, weil der Trader von vernünftigem Moneymanagement noch nie etwas gehört hat.
So räumt er sein Konto in kurzer Zeit leer und will von den Börsen nichts mehr wissen.
Er ist zornig auf die Märkte, doch sollte er nicht zornig auf sich selbst sein? Haben sie wirklich geglaubt, dass die Spekulation nur ein Kinderspiel ist und die Börse bloß auf sie gewartet hat, um sie mit Reichtum zu überschütten? Trading muss man als Job betrachten, auch wenn es nur eine Nebenbeschäftigung darstellen sollte.
Es verlangt Hingabe und Ernsthaftigkeit.
Ein Fehlen der Letzteren liegt wohl auch darin begründet, dass dieses Geschäft nur wenige Zutrittsbarrieren aufweist.
Jeder mündige Erwachsene, der ein wenig Geld auf der Seite hat, kann heute an den Börsen ohne Einschränkungen spekulieren.
Dazu braucht er nur ein Konto bei einem Broker zu eröffnen und sich entsprechend zu legitimieren.
Da jeder Privatanleger darüber hinaus auch Zugang zu einem Margin Konto hat, können mit diesen kleinen Konten enorme Summen an den Börsen bewegt werden.
Personen mit einem Monatseinkommen von 800 Euro handeln so an den Märkten aufgrund der Hebelwirkung mit ihrem zehnfachen Jahresgehalt und bemerken die Bombe unter ihrem Kopfpolster gar nicht.
Aufgrund dieser fehlenden Zutrittsbarrieren wollen in letzter Zeit immer mehr Menschen Trader werden, die nicht das Zeug für dieses Business haben.
Wenn sie mit Kindern nicht umgehen können sollten sie kein Volksschullehrer werden und wenn sie kein Gehör für Musik haben, wird es auch mit einem Leben als Rockstar nichts werden.
Egal wie sehr sie sich das auch wünschen. Um herauszufinden, ob man für das Trading geeignet ist, muss man es einfach versuchen. Budgetieren sie daher mental einen bestimmten Betrag für ihre Ausbildung als Trader, denn jeder Anfänger schreibt in der ersten Zeit Verluste und ihnen wird es nicht anders gehen.
Übersteht ein Spekulant diese Phase, lernt er das Trading als einen Prozess zu betrachten. Er erkennt, dass man diese Tätigkeit sehr wohl erlernen muss und so beginnt für ihn die so oft zitierte Suche nach dem >heiligen Gral<. Nach der Methode, die ihm die Tür zu den Reichtümern der Kapitalmärkte öffnen wird.
Um ein erfolgreicher Trader zu werden, braucht man jedoch weniger Fachwissen als man meinen mag, dafür aber vor allem ein paar bestimmte Charaktereigenschaften und Tugenden und einige davon werden wir in den folgenden Beiträgen ansprechen.
Wir beginnen nun also langsam damit, so manche vermeintliche Wahrheit über die Spekulation zu entzaubern.
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